Effizienz von Auktionsmärkten in der Energiewirtschaft – Eine methodenorientierte Untersuchung am Beispiel der Beschaffung von Regelenergie
Auftraggeber  Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung
Bearbeiter
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Abteilung Elektrizitäts- und Gasmarktanalysen
Laufzeit von 01.10.2005 bis 01.11.2007
Aufgabenstellung des Projekts
Vor dem Hintergrund der zu erwartenden signifikanten Stilllegungen von Kraftwerkskapazitäten in den kommenden Jahren bei gleichzeitiger Zunahme fluktuierender und regional differenzierter Elektrizitätseinspeisung aus erneuerbaren Energieträgern, kommt der Regelenergiebereitstellung eine immer größere Bedeutung zu. Die effiziente Ausgestaltung der Regelenergiemärkte ist damit ein Voraussetzung für eine sichere und kostenoptimale Elektrizitätsversorgung in Deutschland.Da auf Grund der hohen angebotsseitigen Marktkonzentration im deutschen Elektrizitätsmarkt von Potenzialen zu strategischem Verhalten und Marktmanipulation ausgegangen werden kann und die spezifischen Bedingungen am Regelenergiemarkt diese Potenziale u. U. weiter verstärken können, muss dieser Aspekt bei der Analyse einer effizienten Marktausgestaltung besonders berücksichtigt werden. Die Untersuchung alternativer Organisationsformen sollte insofern auf industrieökonomischen und spieltheoretischen Methoden zur Erfassung der strategischen Interdependenzen aufbauen.
Kurzbeschreibung des Projekts
Im Rahmen des vorgeschlagenen Forschungsvorhabens werden daher methodische Ansätze für die Analyse von Wettbewerbsstrukturen und strategischem Verhalten am Beispiel der Beschaffungsmärkte für Regelenergie in Deutschland entwickelt. Es wird das Ziel verfolgt, das Verständnis über die technischen und ökonomischen Zusammenhänge in Auktionsmärkten der Energiewirtschaft und deren effizienter Ausgestaltung unter besonderer Berücksichtigung der realen institutionellen, strukturellen und technischen Rahmenbedingungen im deutschen Regelenergiemarkt zu verbessern.

Zunächst werden die gegebenen Strukturen der Märkte für Regelenergie in Deutschland im Hinblick auf mögliche Wettbewerbsprobleme qualitativ und quantitativ untersucht. Ein internationaler Vergleich alternativer Ausgestaltungsoptionen von Regelenergiemärkten gibt erste Hinweise auf mögliche Ursachen für potenziell bestehende Wettbewerbsprobleme in Deutschland. Für die empirische Analyse der Regelenergiepreise wird ein innovatives Instrumentarium entwickelt, mit dem die möglichen, marktmachtbedingten Preisaufschläge auf die Grenzkosten seit Einführung der Regelenergiemärkte quantifiziert werden können.

Daran anschließend wird das Marktverhalten der Anbieter am Regelenergiemarkt bei unterschiedlichen Ausgestaltungsformen spieltheoretisch untersucht. Dazu sind verschiedene spieltheoretische Methoden bzgl. ihrer Anwendbarkeit auf die hier zu untersuchenden Fragestellungen vergleichend zu diskutieren. Darauf aufbauend wird eine von den Antragstellern entwickeltes spieltheoretisches Modellinstrumentarium weiterentwickelt, um es auf die spezifischen Fragestellungen am Regelenergiemarkt anwenden zu können. Damit können mögliche Effizienzgewinne durch eine veränderte Marktausgestaltung quantitativ abgeschätzt und entsprechende Vorschläge für eine effektive und effiziente Marktumgestaltung entwickelt werden.
Literaturangaben
  • Swider, D.J. (2006) Efficient scoring-rule in multi-part procurement auctions for power systems reserve.
  • Swider, D.J. und Ellersdorfer, I. (2006) An efficient scoring-rule to minimize strategic incentives in multi-part procurement auctions for power systems reserve. 29th IAEE International Conference on "Securing Energy in Insecure Times". Potsdam, Deutschland, 7. bis 10.6.2006.
  • Swider, D.J. (2007) Procuring power system reserves: Market design and competition. Reserve Market Conference at the European Energy Exchange. Leipzig, Germany, 6.3.2007.
Weitere Informationen
www.ier.uni-stuttgart.de/electra