Energiewirtschaftliche Anforderungen und Investitionsentscheidungen für neue Kraftwerke im liberalisierten Markt, Teilprojekt E4 b: Kriterien für Kraftwerksentscheidungen
Auftraggeber  Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg, Siemens AG
Bearbeiter
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Abteilung Elektrizitäts- und Gasmarktanalysen
Laufzeit von 01.04.2005 bis 30.09.2008
Aufgabenstellung des Projekts
Der Kraftwerkspark in Deutschland wird in den kommenden Jahren einer tiefgreifenden Veränderung unterliegen. Anlass dieses Strukturwandels sind sowohl die fortgeschrittenen Kraftwerkslaufzeiten und die damit verbundenen Stilllegungen als auch der sich anbahnende Ausstieg aus der Kernenergie. Um den weiter zunehmenden Strombedarf zu befriedigen, sind bis zum Jahr 2020 in Deutschland Kraftwerkskapazitäten auf Basis konventioneller Erzeugung von voraussichtlich 40 bis 60 GWel zu installieren. Heute stellt sich deshalb die Frage, zu welchem Zeitpunkt in welche Kraftwerkstechnologie investiert werden sollte. Neben Neuinvestitionen müssen außerdem auch Ertüchtigungs- und Desinvestitionsentscheidungen mit in die strategischen Optionen einbezogen werden. Alle diese Entscheidungen werden vom Kraftwerksbetreiber und Investor unter Risiken und Unsicherheiten getroffen – hierzu gehören Preisrisiken der Brennstoffe und Strompreise, Mengenrisiken (z. B. Stromerzeugung aus fluktuierenden Quellen und Stromabsatz des Unternehmens) und Unsicherheiten zukünftiger politischer Rahmenbedingungen (z. B. Subventionen oder Emissionsreduktionsziele). Ziel des Teilprojektes 2 „Kriterien für Kraftwerksentscheidungen“ ist es deshalb, Methoden zu entwickeln, mit deren Hilfe Entscheidungen über Kraftwerksinvestitionen hinsichtlich Zeitpunkt und Art der Investition besser fundiert werden können. Hierzu sollen die relevanten längerfristigen und quantifizierbaren Risiken und Unsicherheiten in einer umfassenden Analyse identifiziert und innerhalb eines stochastischen Modells abgebildet werden.
Kurzbeschreibung des Projekts
Dieses Teilvorhaben konzentriert sich auf eine Untersuchung in zwei Ebenen. Eine gesamtwirtschaftliche Analyse auf Grundlage des europäischen Strommarktmodells E2M2S wird durch Abbildung fundamentaler Faktoren Unterstützung für mehrperiodische Entscheidungen über Kraftwerksinvestitionen leisten. Ein wesentlicher Teil dabei besteht in der Behandlung der Risiken, die entweder mit Szenarien qualitativ beschrieben oder als stochastische Faktoren quantitativ erfasst werden können. Als Ergebnis werden Aussagen über die Entwicklung der Großhandelspreise sowie den Investitionsbedarf hinsichtlich der Kapazitäten und Technologien getroffen. Eine einzelwirtschaftliche Analyse wird die Methoden zur Bestimmung der optimalen Struktur des Kraftwerksparks eines einzelnen Unternehmens untersuchen. Hierbei werden neben traditionellen finanzmathematischen Methoden vor allem die Anwendbarkeit der Theorie der Realoptionen als alternatives Instrument beurteilt. In anderen Bereichen der Finanzmathematik hat sich diese Methodik zur besseren Darstellung der unterschiedlichen Handlungsoptionen und der daraus resultierenden Flexibilität bereits bewähren können. Mit Hilfe eines stochastisch-dynamischen Modells werden unter der Berücksichtigung kraftwerkspezifischer Unsicherheiten Empfehlungen für ein optimales Kraftwerksportfolio gegeben. Ergänzend hierzu werden die wesentlichen standortspezifischen Kriterien in einem Kataster aufgeführt. Die gesamt- und einzelwirtschaftliche Ebene stehen in einer wechselseitigen dynamischen Beziehung zueinander: langfristige Preisentwicklungen aus gesamtwirtschaftlicher Sicht gehen als Eingangsgröße in das einzelwirtschaftliche Modell ein. Die optimalen strategischen Entscheidungen des einzelnen Unternehmens spiegeln sich ihrerseits in der Erzeugungsstruktur des gesamten Strommarktes wider.
Weitere Informationen
www.abayfor.de/kw21
Kurzbeschreibung_des_Projektes.pdf