Methodische Grundlagen des Environmental Burden of Disease (EBD)-Ansatzes der WHO zur quantitativen Bewertung von umweltbedingten Krankheitslasten - Chancen, Risiken und Grenzen der Methodik aus naturwissenschaftlicher, rechtlicher und ethischer Perspektive, UFOPLAN 2011.
Auftraggeber  
Bearbeiter
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R Friedrich (Ansprechpartner)
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Abteilung Technikfolgenabschätzung und Umwelt
Laufzeit von 01.12.2011 bis 31.12.2013
Aufgabenstellung des Projekts

Das Vorhaben zielt darauf ab, Kritiken objektiv zu katalogisieren und, durch wissenschaftliche Studien und empirische Analysen gestützte, Empfehlungen zu geben für

  • Verwendbarkeit der WHO EBD Methode für deutsche Betrachtungen, Analysen, Priorisierung von Interventionen und Ressourcenallokation
  • Die vorausschauende Vorbereitung und Erweiterung der EBD in Deutschland angesichts sich verändernder Umwelt- und Klimabedingungen,
  • Die Entwicklung einer speziell auf Deutschland zugeschnittenen EBD Methodik, insbesondere hinsichtlich der Bestimmung der DWs.
Kurzbeschreibung des Projekts

Zwischen 1996 und 2005 wurden 17 EBD Studien zu spezifischen Umweltrisikofaktoren und umweltbedingten Krankheitsbildern veröffentlicht, deren Ergebnisse jedoch zum Teil stark voneinander abweichen. In 2006 veröffentlichte die WHO „Preventing disease through healthy environments: towards an estimate of the global burden of disease“, eine Studie zur Schätzung der durch Veränderung der Umwelt vermeidbaren Krankheitsbürden.

EBD-Berechnungen werden verstärkt in folgenden Bereichen eingesetzt:
  • zur Prioritisierung politischer und strategischer Interventionen;
  • zur Bewertung möglicher Gesundheitsgewinne infolge (umwelt-) politischer Massnahmen;
  • zur Einschätzung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens;
  • als Eingangs-, Monitoring- und Evaluationsdaten für die Kosten-Nutzen-Bewertungen von gesundheits- und umweltpolitischen Maßnahmen.

Trotz dieser bahnbrechenden Erfolge bleiben sowohl die GBD als auch die EBD Methoden nicht frei von Kritik. Neben bekannten und nicht leicht zu überwindenden Problemen in der Datenqualität und –verfügbarkeit stehen hier auch die folgenden methodischen Kernpunkte des Ansatzes der Krankheitsbelastung (Burden of Disease – BoD) zur Diskussion.

Ergebnisse
  • AP 1: Tabellarische Zusammenstellung der Vor- und Nachteile der EBD Methode nach naturwissenschaftlichen, rechtlichen und ethischen Gesichtspunkten (Ergebnis 2a der Leistungsbeschreibung);
  • AP 2: Entwicklung eines Kriterienkatalogs für die Bewertung der EBD Methode der WHO in Bezug auf ihre Anwendbarkeit in Deutschland und Anwendung desselben mit dem Ziel mögliche Defizite aufzudecken (Ergebnisse 2b und 2c der Leistungsbeschreibung);
  • AP 3: Entwicklung eines Kriterienkatalogs für die Auswahl und Prioritisierung derzeit und zukünftig potenziell relevanter umweltbedingter gesundheitlicher Beeinträchtigungen und Risikofaktoren für die Bevölkerung in Deutschland und aufbauend darauf Identifierung von 10-15 solcher Beeinträchtigungen (Ergebnisse 2d und 2e der Leistungsbeschreibung);
  • AP 4: Literaturstudium zur Identifizierung aller bisher erhältlichen DWs aus WHO, nationalen und anderen Studien und ihr Vergleich hinsichtlich der angewandten Methodiken. Darauf aufbauend, Identifizierung der Beeinträchtigungen aus AP 3, für die bisher keine DWs existieren (Ergebnisse 2f und 2g der Leistungsbeschreibung);
  • AP 5: Herleitung einer konsistenten, umsetzbaren Methodik zur Bestimmung der fehlenden DWs, welche die Erkenntnisse von AP1-3 berücksichtigt, und die Entwicklung eines Feinkonzepts für eine Folgestudie zur Berechnung der DWs und der EBD für Deutschland (Ergebnisse 2h und 2i der Leistungsbeschreibung).