Greenhouse gas emission reduction policies and their impacts on public health and well-being in urban areas
Auftraggeber  EU FP7 ENV.2010
Bearbeiter S Torras Ortiz (Ansprechpartner)  T Kampffmeyer Wolf Müller, Jochen Theloke, Ulrike Kugler
Abteilung Technikfolgenabschätzung und Umwelt
Laufzeit von 01.09.2011 bis 31.08.2014
Aufgabenstellung des Projekts
Das Projektziel ist es, eine Modellierungsplattform und die dazugehörenden Datenbanken für die Folgenabschätzung von CO2-Reduktionsmaßnahmen in Städten zu entwickeln. Die Plattform wird robust sein und leicht anwendbar in anderen Städten. Je nach Datenverfügbarkeit kann die Plattform sowohl für eine erste Einschätzung als auch für eine detaillierte Bewertung angewendet werden. Folgende Themen werden behandelt:

  • Energieerzeugung und-nutzung in Städten, Freisetzung von Treibhausgasen andere Emissionen;
  • Georeferenzierte Daten von Städten, einschließlich der städtischen Raumplanung, Gebäudebestand, Transport und Bevölkerung; und
  • sozio-ökonomischen, demografischen, Exposition, Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung.
Kurzbeschreibung des Projekts
Ein Team von international anerkannten Wissenschaftlern in den Bereichen der Bewertung von Gesundheitsrisiken, Energienachfrage und-angebot Szenarien in Städten, Stadtplanung, Umweltwissenschaft und Epidemiologie - in enger Zusammenarbeit mit Stadt-Partner in Europa und China – werden ein methodisches Rahmen zur Bewertung der allgemeinen Risiken und Nutzen von alternativen Treibhausgas- und Emissionsminderungspolitiken für die Gesundheit und das Wohlbefinden entwickeln und anwenden. Diese Politiken zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen können die Gesundheit auf verschiedene Weise beeinflussen, wie zum Beispiel bei der Wahl von Brennstoffen und Mitteln zur Raumheizung und zum Transport, Bauvorschriften zur Verbesserung des thermischen Wirkungsgrades, oder Stadtentwicklung und Flächennutzungspläne. Ein methodischer Rahmen wird entwickelt und angewendet. Der methodische Rahmen betrachtet die Reduktion der Treibhausgasemissionen von Energienachfrage und-angebot und Transport-Szenarien in städtischen Gebieten, die Wirkung dieser Politik und, anschließend, die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Wohlbefinden.

Der georeferenzierte Ansatz berücksichtigt die Entwicklungen im Bereich Integrated Assessment, welche mit Hilfe von mehreren großen Studien in Europa in den letzten Jahren entstanden sind. Die Verteilung der Auswirkungen über verschiedene sozioökonomische Gruppen wird ebenso berücksichtigt. Ergebnisse für ein bussinnes-as-usual (BAU) und zwei GHG- Emissionsreduktion Szenarien für das Jahr 2030 werden analysiert. In diesen Szenarien wird der Schwerpunkt auf Transport und Gebäude liegen. URGENCHE wird einen validierten methodischen Rahmen entwickeln, um städtische GHG Politikmaßnahmen mit dem größten Zusatznutzen für die Gesundheit und das Wohlbefinden in Städten mit einer Bevölkerung zwischen 50 000 und 10 Millionen Einwohner zu bewerten.

Weitere Informationen
http://www.urgenche.eu/