Optionen der Fernwärmeversorgung in Baden-Württemberg zur Erreichung des Treibhausgasminderungsziels
BetreuerPD Dr.-Ing.  Markus Blesl
AbteilungESA
Art der Arbeit:theoretisch
Studienrichtung:alle
Beschreibung der Arbeit

Mit dem Ziel einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Minderung der globalen Treibhausgasemissionen zu leisten hat der Landtag von Baden-Württemberg im Juli 2013 das Klimaschutzschutzgesetz Baden-Württemberg beschlossen. Das Gesetz sieht vor die Treibhausgasemissionen im Bundesland ggü. 1990 um 25% (2020) und 90% (2050) zu reduzieren. Konkrete Maßnahmen und Handlungsoptionen werden in einem integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept beschrieben.

Die Bemühungen zur Minderung der CO2-Emissionen führen dazu, dass neuartige Fernwärmeversorgungskonzepte entwickelt werden, die zusätzliche dezentrale Wärmeeinspeiser (z.B. Solarthermie, Wärmepumpen oder Biogas-/Biomasse- Heizkraftwerke) in das System integrieren.

Für die Einbindung dieser neuartigen Wärmeerzeugungssysteme in Fernwärmenetze müssen jedoch bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt werden, um einen sinnvollen Betrieb des Netzes zu gewährleisten. Deshalb ist es für die Auslegung solcher Systeme und auch für die Auslegung neuer Fernwärmeversorgungsgebiete notwendig, Kenntnisse über die im Netz notwendigen Rahmenbedingungen zu besitzen.

Aus diesem Grund ist für eine Potenzialabschätzung eine Katalogisierung der bestehenden Fernwärmenetze notwendig. Die Bestandsaufnahme der Netze soll dazu dienen Cluster zu bilden und eine Einteilung der Systeme nach Kriterien zu ermöglichen, um sowohl bestehende Systeme mit solarer Einspeisung zu identifizieren, als auch Potenziale ermitteln zu können.

Aufgabenstellung

Ziel der Arbeit ist die Erstellung eines Katalogs der bestehenden Fernwärmenetze in Baden-Württemberg, die Betrachtung der Einspeiseoptionen einer neuartigen Wärmeerzeugungsoption in Fernwärmesysteme sowie eine Potenzialanalyse.

Im Rahmen der Arbeit soll zunächst untersucht werden, welche bestehenden Fernwärmenetze in Baden-Württemberg vorhanden sind. Dazu soll eine Bestands-aufnahme der vorhandenen Fernwärmenetze erfolgen und diese dann nach verschiedenen Kriterien katalogisiert werden. Dabei sollen die Fernwärmenetze sowohl nach der Größe des Versorgungsgebiets, als auch nach den eingesetzten Technologien zur Wärmeeinspeisung und den vorhandenen Temperaturniveaus eingeteilt werden.

Basierend auf dieser Bestandsanalyse sollen exemplarische Netze ausgewählt werden, an deren Beispiel die Einbindung eines neuartiger Wärmeerzeugungssystems in Fernwärmenetzen untersucht werden soll. Dabei sollen sowohl die notwendigen Rahmenbedingungen beschrieben als auch eine Potenzialabschätzung für Baden-Württemberg vorgenommen werden.

Beginn der Arbeit
ab sofort