Metastudie zu Energieeffizienzpotenzialen durch IKT
BetreuerM.Sc. Michael Miller
AbteilungESA
Art der Arbeit:theoretisch
Studienrichtung:alle
Beschreibung der Arbeit

Im Rahmen des Kyoto-Protokolls (Kyoto II) verpflichten sich die 27 Länder der Europäischen Union und 10 weitere Staaten zu festen Emissionsreduktionszielen. Die Europäische Union strebt im Rahmen der „20-20-20-Ziele“ für ihre Mitgliedstaaten eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 20 % bis 2020 gegenüber 1990 an. Die Bundesregierung hat sich im Energiekonzept 2010 eine Verminderung um 40 % bis 2020 zum Ziel gesetzt.

Energieeffizienz ist ein wichtiger Aspekt, welcher zur Erreichung dieser Ziele beitragen kann. Erschließbare Energieeffizienzpotenziale liegen dabei in neuen Konzepten und Technologieanwendungen.

Die Informations- und Telekommunikationstechnik (IKT) bietet aufgrund ihrer Querschnittsfunktion sehr vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund wurden bereits zahlreiche Studien erstellt, welche Emissionsminderungspotenziale und Energieeinsparpotenziale durch IKT beziffern. Eine Studie der Global e-Sustainabilty Initiative beispielsweise beziffert das Emissionsminderungspotenzial durch IKT im Jahr 2020 weltweit auf 9.1 Gt CO2e. Die Studien unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich der gewählten geographischen Systemgrenze (einzelne Länder wie z. B. Deutschland oder Spanien, EU, Welt), der eingesetzten Methode sowie der quantifizierten Potenziale.

Aufgabenstellung

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, im Rahmen einer Metaanalyse die bestehenden Studien zu Energieeffizienzpotenzialen durch IKT-Anwendungen hinsichtlich der Methodik, der Annahmen (bspw. Emissionsfaktoren, CO2-Äquivalente) sowie der Ergebnisse zu untersuchen, diese ggf. zu harmonisieren, und einander abschließend vergleichend gegenüberzustellen.

Aufgabenstellung:
  1. Erstellung eines Analyserasters

  2. Strukturierte Einordnung der identifizierten Studien nach der verfolgten Methodik und den getroffenen Annahmen.

  3. Harmonisierung der Ergebnisse (unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Annahmen).

  4. Vergleichende Gegenüberstellung der Ergebnisse hinsichtlich auftretender Abweichungen in der Potenzialeinschätzung.

  5. Analyse der Ergebnisse hinsichtlich ggf. priorisiert zu erschließenden Potenziale

Beginn der Arbeit
ab sofort