Analyse des Energieeinsparpotenzials in der fleischverarbeitenden Industrie in Deutschland
BetreuerM.Sc. Stefan Wolf
AbteilungESA
Art der Arbeit:theoretisch
Studienrichtung:alle
Beschreibung der Arbeit

Deutschland hat sich mit dem Energiekonzept aus dem Jahr 2010 hohe Ziele gesteckt. Bis zum Jahr 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 40 %, bis 2050 sogar um 80 bis 95 % gesenkt werden. Der Primärenergieverbrauch soll bis 2050 um 50 % sinken. Das Erreichen dieser Ziele erfordert einen verstärkten Einsatz von ressourcenschonenden Technologien in allen Wirtschaftssektoren. Auf die Industrie entfällt in Deutschland ca. 30 % des gesamten Endenergieverbrauchs.
Im Fokus dieser Arbeit stehen Maßnahmen und Potenziale zur Einsparung von Energie in der Fleischverarbeitenden Industrie in Deutschland.

Im ersten Arbeitspaket sollen der Produktionsprozess sowie die Energieflüsse in der Fleischverarbeitung analysiert und beschrieben werden. Zudem soll ein Datengerüst zur Struktur der Fleischbranche (Betriebsgrößen, Produktionsmengen, Energieverbrauch,Energiekosten, etc.) erstellt werden. Ausgehend von den gesammelten Daten sollen Betriebsklassen definiert werden, die Produktionsstandorte mit ähnlicher Produktionsweise zusammenfassen. Kriterien für die Kategorisierung können u.a. Energieverbrauch, Mitarbeiterzahl und die Art der Produkte sein.

Im zweiten Arbeitspaket werden in Form von Steckbriefen Maßnahmen zur Reduktion des Endenergieverbrauchs von fleischverarbeitenden Betrieben erfasst. Die Steckbriefe sollen neben einer Beschreibung der Maßnahme auch Daten zu Einsatzgrenzen, Energieverbrauch, Lebensdauer und ggf. Investitions- und Betriebskosten enthalten. Da nicht jede Maßnahme in jedem Betrieb umsetzbar ist, soll zudem eine Zuordnung der Maßnahmen zu den im ersten Arbeitspaket definierten Betriebsklassen erfolgen. Auf Basis der in den vorangegangenen Arbeitspaketen gesammelten Daten zu Energieverbräuchen und Energieeinsparmaßnahmen werden sowohl das technische als auch das wirtschaftliche Energieeinsparpotenzial berechnet und in Form von Diagrammen aufbereitet.

Aufgabenstellung

Die Aufgabenstellung der Arbeit gliedert sich wie folgt:
  1. Dokumentation des Produktionsprozesses, Definition von Betriebsklassen und Aufbau eines Datengerüsts zur Ableitung des Energiebedarfs von fleischverarbeitenden Betrieben in Deutschland.

  2. Identifikation und systematische Dokumentation von Energieeinsparmaßnahmen in fleischverarbeitenden Betrieben.

  3. Ableitung des technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenzials für fleischverarbeitende Betriebe in Deutschland.

Die Arbeit wird als Bachelor, Master oder Diplomarbeit angeboten. Der Umfang der Arbeit kann entsprechend angepasst werden.

Literatur:

/Ortner 2000/ Ortner, H.: Stromeinsparung in der Fleischverarbeitenden Industrie. Stuttgart, 2000

/LfU 2001/ Bayrisches Landesamt für Umweltschutz (LfU): Minderung öko- und Klimaschädigender Abgase aus industriellen Anlagen durch Rationelle Energienutzung: Fleischverarbeitender Betrieb. Augsburg, 2001

/BGW 2004/ Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V. (BGW): Erdgas in Fleischereien. Berlin, 2004

/BSU 2004/ Stadt Hamburg - Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU): Tipps zum Energiesparen für den Fleischer "Mustermann". 2004

/Fritzson, Berntsson 2006/ Fritzson, A.; Berntsson, T.: Energy efficiency in the slaughter and meat processing industry— opportunities for improvements in future energy markets. In: Journal of Food Engineering 77 (2006), Nr. 4, S. 792-802

Beginn der Arbeit
ab sofort