Energieeffizienz-Potenziale bei Smartphones, WLAN-Router und Festnetztelefonen
BetreuerM.Sc. Michael Miller
AbteilungESA
Art der Arbeit:theoretisch
Studienrichtung:alle
Beschreibung der Arbeit

Informations- und Telekommunikationstechnologien (IKT) erhalten zunehmend Einzug in alle Lebensbereiche. Gemessen am Gesamtendenergieverbrauch hatten IKT 2011 in Deutschland einen Anteil von 2,5 %. Der Anteil des Stromverbrauchs (60,72 TWh) am Gesamtstromverbrauch lag bei 11,6 % (AGEB, 2013). Ausgehend von diesem Gesamtverbrauch hatte die Nutzung von Telekommunikationsendgeräten wie Smartphones, sonstige Mobiltelefonen, WLAN-Routern oder Schnurlostelefonen in 2007 schätzungsweise einen Anteil von 9 % (BCG, 2009).

Durch die Umsetzung unterschiedlicher Maßnahmen lässt sich für diese Telekommunikationsendgeräte ein rationeller Energieeinsatz realisieren. Es seien hierfür beispielhaft die Maßnahmen ‚Energieeffizientere Komponenten‘ und ‚Standby-Optimierung‘ genannt. BCG (2009) beziffert das Energieeinsparpotenzial durch diese Maßnahmen gegenüber einem Referenzszenario ohne deren Umsetzung für 2020 auf 43 %.

Ziel der Arbeit ist es, erstens mögliche Energieeinsparmaßnahmen für Telekommunikationsendgeräte zu erfassen und zweitens das Energie- und Kosteneinsparungspotenzial der Realisierung der ermittelten Maßnahmen zu quantifizieren.

Aufgabenstellung

Im Rahmen der Arbeit wird zunächst überprüft, ob über die im obigen Abschnitt genannten Energieeinsparmaßnahmen hinaus weitere Maßnahmen in der Literatur beschrieben sind. Daraufhin werden Kosten- und Energieeinsparungspotenzialen der Maßnahmen erfasst und schlussendlich mithilfe eines Hochrechnungsmodells mögliche Energie- und Kosteneinsparungen durch die Realisierung der ermittelten Maßnahmen bewertet sowie das auf Deutschland bezogene Potenzial quantifiziert.

Zur Analyse und Bewertung der Potenziale soll im Rahmen dieser Arbeit ein excelbasiertes Bestandsmodell der IKT-Komponenten im Bereich der Telekommunikationsendgeräte für Deutschland erstellt werden. Die Bestimmung des Einsparpotenzials erfolgt durch den Vergleich mit einem Business-as-usual Szenario (BAU), welches die Entwicklung ohne die Umsetzung der Maßnahmen beschreibt. Das Potenzial kann dann in Referenz zu diesem BAU-Szenario mithilfe einer Umsetzungsrate der Maßnahmen und den daraus resultierenden Kosten- und Energieverbräuchen festgestellt werden.

Je nach Umfang der Arbeit werden in einer nachgeschalteten Szenarioanalyse die Auswirkungen von Parametervariationen wie der Umsetzungsrate der Maßnahmen sowie der Kosten- und Energieverbrauchsannahmen auf das Einsparpotenzial aufgezeigt. Im Hinblick auf die Umsetzungsrate sind beispielsweise Szenarien denkbar, die zwischen dem BAU-Szenario (0 % Umsetzungsrate) und dem theoretischen Potenzial (100 % Umsetzungsrate) liegen.

Beginn der Arbeit
ab sofort